Geistliches Wort

AnGeDacht   Monatsspruch Juli 2022

 

Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott.  – Psalm 42,3

Wasser ist wieder knapp und wertvoll.

Die Wälder und Felder dürsten nach Regen.

„Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott.“

Das ist ein eindrucksvoller Vergleich. Denn wie wir und die Natur Wasser zum Leben brauchen, um lebendig zu bleiben, so dürsten auch die Seelen. Wie sehr ist das in der letzten Zeit zu spüren: Klimawandel, Corona und jetzt auch noch Krieg in Europa.

Was die Seele zum Leben braucht wie der Körper das Wasser, ist Erfrischung, neue Kraft – Geborgenheit in aller Ungeborgenheit.

Aber zuerst vor allem ein Ort, an dem sie ihren Durst herausschreien kann.  Wie gut tut es manchmal, sich einfach nur  Luft zu machen und zu schreien (Tipp: gehe dazu in den Keller) oder jemandem das Herz auszuschütten, was auf der Seele brennt.

Der Psalm 42, aus dem der Spruch des Monats stammt, ist ein einziges Schreien: „Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser, so schreit meine Seele, Gott, zu dir… .“ Alle Schmerzen und Zweifel der Seele schreit der Psalm zu Gott heraus, in der Hoffnung auf Gottes Hilfe – wie ein trotziges „Trotzalledem.“

Denn Gott ist die Quelle des Lebens und die Kraft, die lebendig hält und macht. Wie Wasser an einem heißen Sommertag.

 

Einen erfrischenden Sommer wünscht Ihnen

 

Ihre Pfarrerin Sabine Beuter