Kirchengemeinde Ruhlsdorf

Denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR (Jeremia 29, 13)

Liebe Gemeinde,

liebe Freunde der Kirchengemeinde Ruhlsdorf,

wir gehen nun mit Riesenschritten auf Weihnachten zu und das Kalenderjahr 2016 neigt sich dem Ende. Ein Jahr der Brüche und ein Jahr des Erschreckens, in dem viele Gewissheiten über den Haufen geworfen wurden. Ein Jahr aber auch, in dem kleine Schritte gegangen und Hoffnungen geboren wurden. Jeder und Jede von Ihnen hat einen eigenen Blick auf dieses Jahr.

Auf der Suche nach Gewissheit waren das Volk Israel in seiner Gefangenschaft, an das sich der Prophet Jeremia wendet, ebenso wie die drei Weisen aus dem Morgenland, die nach dem neu geborenen König der Juden suchten. Schließlich soll auch Martin Luther in diesem Zusammenhang und mit Blick auf das Reformationsjubiläum nicht unerwähnt bleiben, mit seiner Suche nach dem gnädigen Gott.

Die Suche nach Antworten führte die Weisen aus dem Morgenland an die Krippe, wo sie den Gottessohn fanden. Gott selbst, der sich den einfachen Leuten zuwendet, verletzlich, ohnmächtig und so gar nicht, wie man sich einen König vorstellt(e). Martin Luther führte seine Suche zu den Quellen des Glaubens in der Heiligen Schrift und zu der Einsicht, dass wir uns nichts auf unsere Leistungen einbilden sollten, dagegen aber Gnade von Gott erwarten können.

Welche Wirkungen die Begegnung mit dem Jesuskind auf die Weisen hatte, wissen nicht. Nur so viel, dass sie zurück in ihre Welt einen anderen Weg wählten, als den, den sie zuvor gekommen waren. Die Einsicht Luthers bewirkte hingegen, dass die Menschen seiner Zeit die bis dahin allgegenwärtige Angst vor dem, was nach dem Tod auf sie warten würde, verloren.

Vielleicht sind die Erfahrungen und Wege dieser beispielhaft genannten Menschen brauchbare Modelle für unsere eigene Suche nach Antworten und nach dem was trägt. Denn Gott verspricht, dass er sich finden lässt, wenn wir ihn suchen. Und eine Suche gelingt nur dann wirklich gut, wenn wir unvoreingenommen an die Sache herangehen und nicht mit der „Schere im Kopf“ unser Blickfeld einengen. Dann lässt sich auch Gott finden, in dieser gottlos scheinenden Welt. Unerwartet und häufig nicht in das Bild passend, das wir uns von ihm gemacht haben. Gerade so, wie das Kind in der Krippe, dass auch nicht in die Zeit zu passen schien, in die es hineingeboren wurde. Über das aber auch heute noch geredet wird.

Ich wünsche uns daher gute Überraschungen zu Weihnachten und einen unbefangenen Blick darauf, wie Gott sich von uns finden lassen will, im neuen Jahr.

Herzliche Grüße und gesegnete Weihnachten!

Axel Strohbusch

Kirchengemeinde Ruhlsdorf

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